Freitag, 19.01.2018, 20:00 Uhr
Stadthaus Ulm, 89073 Ulm
Münsterplatz 17

Karten- Vorverkauf bei Traffiti, Stadthaus, SWP
Konzertbestuhlung - freie Platzwahl
Restkarten an der Abendkasse
Getränkeverkauf vor dem Konzert und in der Pause

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Review  Joe Wulf and the Gentlemen of Swing

Jeder Jazzclub freut sich riesig, in der Lage zu sein, Joe Wulf and seine Gentlemen of Swing zu engagieren, denn der Terminkalender dieser Spitzenband ist randvoll. Das Konzert aber stand leider unter einem ungünstigen Stern, denn genau am letzten Sonntag schüttelte Frau Holle Ihre Betten besonders gründlich aus. In weiten Teilen versank Deutschland im Schnee und er verursachte Chaos auf den Straßen. Die Band reiste zum großen Teil aus der Eifel an, war nur für dieses Konzert mehr als 10 Stunden auf Deutschlands Straßen unterwegs und erreichte den „Hof mit Müh und Not“.
Schneemassen und Glatteis hielten leider auch weite Teile unserer Jazzfamilie ab, sich die „Gentlemen of Swing“ zu Gemüte zu führen. Die Gruppe der Unentwegten, die dann doch dem Wetter trotze, war daher leicht überschaubar. Schade für die, die nicht gekommen waren, für die Musiker und für den Verein.
Trotz aller widrigen Umstände legten die Musiker gleich richtig los. Mit dem Appetizer Dixieland Onestep war schnell das Chaos auf den Straßen vergessen. Mit „Christmas time in New Orleans“, „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Silent Night Blues“ war die Band schnell beim Thema des Abends, dem Christmas Jazz.
Die Band bestach mit gesetzten Passagen, die auf den Punkt vorgetragen wurden; immer rhythmisch akkurat unterlegt von Will Lindfors am Schlagzeug, Johannes Schädlich am Bass und Michael Maranke an der Gitarre oder dem fetzigen Banjo.
Bei dem außergewöhnlich schnell vorgetragenem „Let it snow, let it snow“ bestach Will mit einem Solo am Schlagzeug.
Locker und flockig folgten „Maryland, my Maryland“, „Tochter Zion, freue Dich“ und “Have yourself a merry little Christmas”.
Der musikalische Stil der Formation mit fein gesetzten Passagen, Unisono- Sequenzen, Joe`s dosiert eingesetztem Gesang und solistischen Einlagen, die den nahezu gesamten Frequenzbereich der Posaune abdeckten, hat etwas ganz Besonderes. Interessant war auch das Klangbild der gleichzeitig eingesetzten Klarinette und des Saxofons von Sven Hack und Peter Finken. Ralf Himmler komplettierte die Frontline mit seiner, strahlenden Trompete.
Stücke wie „Walking in the winter-wonderland“ Dean Martin’s, „I’m dreaming of a white Christmas” und „Jingle bells” durften nicht fehlen.
Unserer Klientel, den Musikern und auch uns als Veranstalter hat der choatische Wettereinbruch nichts anhaben können.
HC

 

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